18.10.2016 - 11:53

Nicht jeder hätte das gedacht. Afrika findet auch in Bayern statt. Und zwar auf einem Internetportal, das allerhand Informationen bietet.

Afrika in Bayern!?  Dieser Satz ist jetzt nicht nur grammatikalisch unvollständig. Er ist auch ein Widerspruch. Zumindest auf den ersten Blick. Warum soll denn ausgerechnet seinem Heimatland, das der Schreiber dieser Zeilen trotz so mancher Kritik an den Baiern meinerseits lieb hat, es so eng mit den Afrikanern haben? Wir wollen jetzt gar nicht  den unsäglichen Vorschlag der CSU nach der Spionage im Ehebett ausbreiten. Ja ja, der Vorschlag überall in der Wohnung Deutsch reden zu müssen, der würde ja auch das Schlafzimmer beinhalten. Nein, darüber sprechen wir jetzt nicht – das würde vom Thema dann doch wegführen.

Aber die Menschen aus Bayern gelten doch eher als eigenbrötlerisch und wenig weltoffen. Sie hängen sehr an der Tradition – aber eben an der eigenen. All  das stimmt auch – es gibt aber in der Tat noch eine andere Seite. Sonst wäre das nicht möglich: Gerade im Freistaat gibt es jede Menge Organisationen, Einrichtungen und Vereine, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den Einheimischen die afrikanische Kultur näherzubringen. Was sicherlich nicht so einfach ist.

Und das hätte der Schreiber dieser Zeilen nicht gedacht: Es gibt viele Reisebüros, die Trips nach Afrika anbieten.  Und das Beste ist: Es gibt das Internetportal www.afrika-in-bayern.de, auf dem all das schön übersichtlich zusammengestellt ist.

Es beginnt mit öffentlichen Einrichtungen, Verbänden und Vereinen. Da findet auch der Kontakte, der beispielsweise Informationen oder Hilfe zum Thema Migration, Ausländerbehörden und so weiter sucht. Dann geht’s gleich ins Eingemachte: Wer einen Trommelworkshop besuchen will, sich auf Partys oder Festen austoben will, bekommt jede Menge Möglichkeiten aufgetischt. Dieses Wort ist jetzt durchaus wörtlich zu nehmen. Denn auch Shops, in denen afrikanische Nahrungsmittel verkauft werden, sind gelistet. Da gibt es vieles – von der Banane bis zur Yamswurzel. Außerdem Firmen, die einen Bezug zu Afrika haben, Unis, in denen man über Afrika etwas lernen kann.

Die Reisebüros wurden schon angesprochen. Außerdem gibt es viele Tipps über Bücher, Musik und Filme über Afrika. Nun ja, da sind auch so Schnulzen mit dabei, bei denen Afrika nur als Kulisse dient. Das habe ich nicht so gern, aber ein kleiner Haken muss bei einer solch guten Sache wohl dabei sein. Und zu guter Letzt gibt es auch noch ein Glossar, bei dem interessante Begriffe rund um Afrika erklärt werden. Besser geht es nicht!

Neuen Kommentar schreiben