16.11.2016 - 13:19

Weltweit sind mehr als 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Als Fluchtursachen tauchen häufig nur Armut und Kriege in den Medien auf. Doch wie groß ist die Fluchtursache Reichtum?

Wie groß ist die Fluchtursache Reichtum? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Informations- und Aktionstage „Fluchtursache Reichtum“, die vom 09. bis zum 11. Dezember im Haus Wasserburg in Vallendar bei Koblenz stattfinden. Denn ein Drittel aller Menschenrechtsverletzungen finden beim Abbau von Rohstoffen und bei der Herstellung landwirtschaftlicher Rohstoffe statt. Menschen werden von ihrem Land vertrieben, weil Rohstoffe gefunden werden oder ihr fruchtbares Land an Investoren verkauft wird. Durch den Einsatz giftiger Chemikalien oder durch das Auslaufen von Öl werden Trinkwasserquellen verschmutzt und somit die Lebensgrundlage der Menschen zerstört. Wenn die Menschen auf dem Land keine Lebensgrundlage mehr sehen, wandern sie in die Städte oder Nachbarländer ab.

Ein zweiter Schwerpunkt der Aktionstage ist die Frage nach Handlungsoptionen für uns im globalen Norden. Wie können wir über die vielfältigen und häufig komplexen Fluchtursachen aufklären? Und was können wir tun, um die „Fluchtursache Reichtum“ zu bekämpfen?

Als Referentin wird Anne Jung von medico international eine Einführung in das Thema und die Zusammenhänge zwischen Rohstoffabbau und Fluchtursachen geben. Danach werden wir in der Germanwatch Rohstoffexpedition durch Satellitenbilder die Folgen des Rohstoffverbrauches untersuchen und Lösungsansätze zur Überwindung der Problematik zur Diskussion stellen. Abschließend wird es eine Zukunftswerkstatt zur Entwicklung eigener Handlungsideen geben. Das Seminar richten sich vor allem an Rückkehrer/-innen von Freiwilligendiensten und an Engagierte im Bereich Flucht und Migration.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie im Veranstaltungskalender von Haus Wasserburg auf http://www.haus-wasserburg.de.

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